Warum Islam?
Argumentationen
aus den modernen Wissenschaften

ABC Islam

 

DIE BEIDEN GLAUBENSBEKENNTNISSE
in Thora, Evangelium
 und Koran

DIE BEIDEN GLAUBENSBEKENNTNISSE DES ISLAM
in Thora, Evangelium und Koran

Kapitel 1 2 3 4 5

Einleitung

 Der menschliche Verstand ist das Fenster, durch das der Mensch in das Weltall schaut. Mittels des Verstandes übersetzt der Mensch, was er mit seinen konkreten  Sinnesorganen – solche wie das Gehör, der Gesichts-, der Tast- und der Geruchssinn – in Gedanken, Ideen und Bedeutungen wahrnimmt. Diese Ideen setzt er einer Serie von Analysen sowie Aufbau- und ähnlichen rationalen Prozessen aus, denen er derartige Anschauungen entnimmt, die ihn zufrieden stellen.

 Zu den wichtigsten Arten der Anschauungen, die den menschlichen Verstand am meisten beschäftigen – seitdem Mensch und Denken existieren –, gehören diejenigen Gedanken, die von der Umgebung und dem weiten Universum abhängen, nämlich die Schöpfung, der Kern der Dinge, der Anfang und das Ende. Diese Fragen betreffen nur die begrenzten Sinnesorgane des Menschen allein unter Ausschluss  ihrer rationalen Untersuchung und Wahrnehmung.

 Zum Beispiel sehen wir nur die Sachen und Körper, von denen eine Lichtwelle mit einer Länge von 4-7 x 10-7 m ausgeht. Und wir hören deutlich nur die Laute, die im Frequenzbereich von 2500-4000 Schwingungen pro Sekunde liegen. Was aber hinsichtlich dieser Dinge und Laute weniger oder mehr als diese Maßzahlen ist, können wir weder sehen noch hören, selbst wenn sie in Reichweite des Seh- oder Hörsinns liegen und selbst wenn sie um uns herum oder durch uns hindurch leben und sich bewegen. Wenn wir zum Beispiel mit unseren Augen oder durch optische Geräte wie etwa Fernrohre in den weiten Weltraum schauen oder mit unseren Ohren oder mit akustischen Geräten wie etwa Funkempfangsgeräten hören, so sind unser Seh- und Hörvermögen begrenzt durch Zeit und Geschwindigkeit des Lichtes oder der elektromagnetischen Wellen, die diese brauchen um uns zu erreichen. Dies und jenes dauert je länger, umso  weiter man in den Weltraum blickt. So dauert das Licht der Sonne, die der uns am nächsten liegende Stern ist, acht Minuten, bis es uns erreicht. Es gibt aber andere Sterne, die mehrere Lichtjahre von der Erde entfernt liegen, was bedeutet, dass deren Licht die Erde erst nach mehreren Lichtjahren erreicht. Ferne Galaxien liegen Tausende, Millionen und Milliarden von Lichtjahren weit von der Erde entfernt. Deswegen können und werden unsere Sinnesorgane und wissenschaftlichen Geräte nie erfassen, was sich zum jetzigen Zeitpunkt im Weltall abspielt – wie sehr auch die wissenschaftlichen Geräte entwickelt sein mögen.

Höchstwahrscheinlich geschahen gewaltige Ereignisse, die schon anfingen oder endeten und die wir erst sehen werden, wenn ihre Effekte uns nach längerer oder kürzerer Zeit erreichen. Solange die Dinge so liegen, kann unsere Vernunft allein nicht zur richtigen Vorstellung vom Universum gelangen: dessen Schöpfer, dessen Ausdehnung, dessen Entstehung und dessen Zukunft. Mit anderen Worten: Unsere Vernunft allein kann nicht die Religion der Wahrheit erkennen.

 Gerade aus diesem Grund ist die Barmherzigkeit Allahs, des Gnädigen, DER schon früher dem Menschen Existenz, Verstand und Sinne gewährt hat, weit ausgedehnt, damit diese ihn mittels der Botschaften und Gesandten zur Religion der Wahrheit führen. Um dem menschlichen Verstand Gewissheit über die Wahrhaftigkeit der Gesandten zu geben, unterstützte Allah die Gesandten mit materiellen Wundern, die die Sinne geistig erfassen, damit die Menschen anerkennen, dass diese Wunder nur durch die Macht des bedeutendsten Schöpfers geschehen sind, so dass sich das Denken und die Humanwissenschaft  weiterentwickelten und das Niveau erreichten, das den Menschen dazu befähigt sich durch rationale Beweise und  geistige Texte überzeugen zu lassen. Daher wurden die himmlischen Schriften wie die Thora, dann das Evangelium und schließlich der Koran herabgesandt, damit deren Siegel, nämlich der ehrwürdige Koran, bis zum Jüngsten Tag ein ständiger geistiger intellektueller Beweis bleibt.

 Die himmlischen Botschaften unterscheiden sich nur in ihrer Darstellungsweise und deren Begleiterscheinungen. Sie haben jedoch – so wie sie offenbart wurden – im Grunde genommen eins gemeinsam: Der Monotheismus ist der rechtleitende Weg Allahs. Außerdem sprechen sie den Verstand an und befreien diesen von  Unwissenheit und Neigung. Sie machen das Diskutieren in geziemender Weise zu einer Methode für das einladende Aufrufen und Überzeugen. Sie befreien die Menschen vom gegenseitigen Nachahmen – ohne Nachdenken oder Überprüfen –, seien es ein Volk, ein Stamm, Vorfahren oder bedeutende Persönlichkeiten

Das vorliegende Buch ist ein einladender Aufruf zum sorgfältigen Nachdenken über das, was in den Texten der Thora, des Evangeliums und des Koran über das Eins-Sein Allahs, des Einzigen, DER nicht zeugt und nicht gezeugt wird, und über die Erhabenheit Allahs über die Beigesellung dargestellt wird. Das Buch handelt auch von der Verknüpfung der drei Botschaften des Judentums, des Christentums und des Islam untereinander, insofern als sie eigentlich eine jeweilige Erweiterung der wahren Religion Abrahams, des Stammvaters der Propheten (Allahs Frieden mit ihm!), sind. Die Thora und nach ihr das Evangelium waren eine Verkündung des Kommens des Siegels der Propheten Muhammad (Allah segne ihn und schenke ihm Frieden!) und eine Ankündigung der Herabsendung von dessen Botschaft und deren Bewahrung und Verbreitung in den Welten bis zum Jüngsten Tag.

 „Sprecht: Wir glauben an Allah und an das, was zu uns herabgesandt und was zu Abraham und Ismail und Isaak und Jakob und die Enkel herabgesandt und was Moses und Jesus gegeben und was den Propheten von ihrem Herrn gegeben wurde. Wir machen keinen Unterschied  zwischen einem von ihnen und IHM sind wir ergebene Bekenner.“

(Koran, Sure 2, Vers 136)

 „Und diskutiert mit den Leuten des BUCHes nur in jener Weise, die die beste ist, außer mit denjenigen, die von ihnen unrecht handeln, und sprecht: Wir glauben an das, was zu uns herabgesandt wurde und zu euch herabgesandt wurde. Und unsere Gottheit und eure Gottheit ist eine, und IHM sind wir ergebene Bekenner.

(Koran, Sure 29, Vers 46)

 “Sprich: "O Leute des BUCHes! Kommt her zu einem Wort, das gleich ist zwischen uns und euch: dass wir nur Allah anbetend dienen und IHM nichts beigesellen und die einen von uns die anderen nicht als Herren neben Allah annehmen." Wenn sie sich aber abwenden, dann sprecht: "Bezeuget, dass wir Muslime sind!"”

(Koran, Sure 3, Vers 64)