Warum Islam?
Argumentationen
aus den modernen Wissenschaften

ABC Islam

 

DIE BEIDEN GLAUBENSBEKENNTNISSE
in Thora, Evangelium
 und Koran

DIE BEIDEN GLAUBENSBEKENNTNISSE DES ISLAM
in Thora, Evangelium und Koran

Kapitel 1 2 3 4 5


Das dritte Kapitel

 ER zeugt nicht und wird nicht gezeugt
 

 Allah, der Alleinige, der Eine, DER einer Gattin und eines Sohnes nicht bedürftig ist, ist erhaben darüber, dass ER einen Sohn hat. Jesus (Frieden mit ihm!) ist kein Mann, der sagt, er sei der leibliche Sohn Allahs, des  Hocherhabenen. Diese Behauptung tauchte im 4. Jahrhundert auf und war mit anderen Behauptungen, die weder die Schüler noch die Jünger Jesu kannten – vielmehr  widersetzten sie sich ihnen im Keim –, der Beginn des Entfernens vom Weg des reinen Monotheismus.

 In diesem Kapitel werden wir die vielen Zeugnisse in Thora und Evangelien zeigen, in denen der Begriff oder die Bedeutung des Ausdrucks „Sohn Allahs" steht, um dem Leser darzulegen, dass dieser Ausdruck in diesen Texten – mit Ausnahme des Johannes-Evangeliums – in metaphorischer Bedeutung für das Prophetentum steht und seine Verwendung sich nicht nur auf Jesus (Frieden mit ihm!) beschränkt, sondern auch unter Hinweis auf andere Propheten wie Adam und Jakob sowie auch auf die Anhänger Jesu und auf alle Menschen im Allgemeinen benutzt wurde. Es gibt kein Argument und keinen Text, der die Besonderheit der Beziehung zwischen Jesus und seinem Erschaffer zeigt.

 In der Thora steht:

 Da sich aber die Menschen begannen zu vermehren auf Erden, und ihnen Töchter geboren wurden, da sahen die Kinder Gottes nach den Töchtern der Menschen… , denn da die Kinder Gottes zu den Töchtern der Menschen eingingen, …

 (Genesis, 6, 1-4)

 Und du sollst zu Pharao sagen: „So sagt der Herr: Israel ist mein erstgeborener Sohn.“

 (Exodus, 4, 22)

 Ihr seid Kinder des Herrn, eures Gottes…

(Deuteronomium, 14, 1)

 Im Evangelium steht:

 auf dass ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel…

 (Matthäus, 5, 45)

 Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen.

(Matthäus, 5, 9)

 So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

(Matthäus, 5, 16)

 Habt Acht auf eure Frömmigkeit, dass ihr die nicht übt vor den Leuten, auf dass ihr von ihnen gesehen werdet; ihr habt sonst keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel.

 (Matthäus, 6, 1)

 auf dass dein Almosen verborgen sei; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir es vergelten.

 (Matthäus, 6, 4)

 Wenn du betest, so gehe in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir es vergelten.

(Matthäus, 6, 6)

 Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Euer Vater weiß, was ihr bedürfet, ehe denn ihr ihn bittet.

 (Matthäus, 6, 8)

  Darum sollt ihr also beten:

Unser Vater in dem Himmel!

Dein Name werde geheiligt

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel

Unser täglich Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unsern Schuldigern,

Und führe und nicht in Versuchung,

Sondern erlöse uns von dem Übel.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen."

(Matthäus, 6, 9-13)

 Denn wenn ihr den Menschen ihre Übertretungen vergebet, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebet, so wird euch euer Vater eure Übertretungen auch nicht vergeben.

(Matthäus, 6, 14- 15)

 Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Angesicht, auf dass du nicht scheinest vor den Leuten mit deinem Fasten, sondern vor deinem Vater, welcher im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir es vergelten.

 (Matthäus, 6, 17-18)

 Sehet die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch.

(Matthäus, 6, 26)

 … Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr des alles bedürfet.

 (Matthäus, 6, 32)

 Denn ihr seid es nicht, die da reden, sondern eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet.

 (Matthäus, 10, 20)

 Und ihr sollt niemand euren Vater heißen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist.

 (Matthäus, 23, 9)

 Und wenn ihr stehet und betet, so vergebt, wenn ihr etwas wider jemand habt, auf dass auch euer Vater im Himmel euch vergebe eure Übertretungen. Wenn ihr aber nicht vergebet, so wird euer Vater, der im Himmel ist, eure Übertretungen auch nicht vergeben.

 (Markus, 11, 25-26)

 Spricht Jesus zu ihr: „Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Gehe aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.“

 (Johannes, 20, 17)

 Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.

 (Lukas, 6, 36)

 Er aber sprach zu ihnen: „Wenn ihr betet, so sprecht: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel.“

 (Lukas, 11, 2)

 ….aber euer Vater weiß wohl, dass ihr des bedürfet.

 (Lukas, 12, 30)

 …der war ein Sohn Adams, der war Gottes.

 (Lukas, 3, 38)

  * Wie Jesus sein Volk ansprach, dass sie – metaphorisch – „Söhne Gottes" seien, so benutzte er den gleichen metaphorischen Ausdruck bei seiner Rede über sich selbst und nannte sich auch „Menschensohn", wie es in folgenden Beispielen steht:

 Aber er antwortete und sprach: „Alle Pflanzen, die mein himmlischer Vater nicht gepflanzt hat, die werden ausgerissen.“

 (Matthäus, 15, 13)

 Von dem Tage aber und von der Stunde weiß niemand, auch die Engel nicht im Himmel, auch nicht der Sohn, sondern allein der Vater.

 (Matthäus, 24, 36)

 …aber des Menschen Sohn hat nicht, wo er sein Haupt hinlege.

 (Matthäus, 8, 20)

 Wer nun mich bekennet vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater.

(Matthäus, 10, 32)

 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss des Menschen Sohn erhöht werden.

 (Johannes, 3, 14)

  * Jesus (Frieden mit ihm!) korrigierte aber diese Konzeptionen und prophezeite, was man auf ihn zurückführen werde.

 ... Gott hatte keinen Anfang, noch wird er je ein Ende haben, aber allem hat er einen Anfang gegeben, und allem wird er ein Ende geben. Er hat weder Vater noch Mutter, er hat weder Söhne noch Geschwister, noch Gefährten. Und weil Gott keinen Körper hat, darum isst er nicht, schläft er nicht, stirbt er nicht, geht er nicht, bewegt er sich nicht, sondern er bleibt auf ewig ohne menschliche Ähnlichkeit, ...

(Barnabas, 17)

 Und als Jesus dies gesagt hatte, schlug er beide Hände vors Gesicht, und dann fiel er mit dem Haupt zur Erde nieder. Und als er sein Haupt erhoben hatte, sagte er: „Verflucht sei jeder, der in meine Rede hineinbringen wird, dass ich der Sohn Gottes bin.“ Bei diesen Worten fielen die Jünger nieder wie tot, da hob Jesus sie auf und sagte: „Lasst uns Gott fürchten, wenn wir uns nicht an jenem Tag* fürchten wollen.“

(Barnabas, 53)

* Die Rede ist vom Auferstehungstag.

 Jesus antwortete: „Und ihr, was sagt ihr, dass ich sei?“ Petrus antwortete: „Du bist Christus, der Sohn Gottes.“ Da wurde Jesus zornig und schalt ihn voller Zorn ...

(Barnabas, 70)

 ... Verfluche du auf ewig einen jeden, der mein Evangelium, das du mir gabst, verfälschen wird, wenn sie schreiben, dass ich dein Sohn sei. Denn ich, Lehm und Staub, bin Diener deiner Diener, und nie habe ich von mir geglaubt, dir ein guter Diener zu sein; ...

(Barnabas, 212)

  Im ehrwürdigen Koran sagt der Erhabene:

 Und sie sagen: „Allah hat SICH einen Sohn genommen.“ Gepriesen sei ER! Vielmehr gehört IHM, was in den Himmeln und auf Erden ist. Alles ist IHM gehorsam.

(Koran, Sure 2, Vers 116)

 Fürwahr, das Gleichnis Jesu ist bei Allah wie das Gleichnis Adams: ER erschuf ihn aus Staub. Dann sprach ER zu ihm: „Sei!“ und so war er.

(Koran, Sure 3, Vers 59)

 Und sie machten für Allah Partner, die Dschinn, und ER hat sie erschaffen. Und sie dichten IHM ohne Wissen Söhne und Töchter an. Gepriesen und erhaben ist ER über das, was sie schildern! Der absolute Schöpfer der Himmel und der Erde, wie hätte ER einen Sohn und ER hat keine Gattin! Und ER hat alles erschaffen, und ER weiß um alle Dinge.

(Koran, Sure 6, Verse 100-101)

 Und die Juden sagen, Esra sei Allahs Sohn, und die Nazaräer sagen, der Messias sei Allahs Sohn. Jenes ist ihre Rede ihres Mundes. Sie entsprechen der Rede derjenigen, die den Islam vorher leugneten. Möge Allah sie bekämpfen! Wie lassen sie sich abwenden?

(Koran, Sure 9, Vers 30)

 Sie sagen: „Allah hat SICH einen Sohn genommen.“ Preis sei IHM! ER ist der SICH SELBST Genügende. IHM gehört, was in den Himmeln und auf Erden ist. Habt ihr irgendeine Ermächtigung dazu? Sagt ihr über Allah, was ihr nicht wisst?“
                                                                                          (Koran, Sure 10, Vers 68)

 Und sprich: „Der Lobpreis gebührt Allah, DER SICH keinen Sohn genommen hat und keinen Teilhaber an der Herrschaft hat. Und ER hat keinen beistehenden Freund aus Schwäche.“ Und preise SEINE Herrlichkeit mit aller Verherrlichung!

(Koran, Sure 17, Vers 111)

  Und es soll diejenigen warnen, die sagen: „Allah hat SICH einen Sohn genommen. Darüber besitzen weder sie noch ihre Väter Wissen. Ungeheuerlich ist das Wort, das aus ihrem Munde kommt. Sie sagen nichts weiter als Lüge.

(Koran, Sure 18, Verse 4-5)

 Derart ist Jesus, Sohn der Maria – das Wort der Wahrheit, das sie bestreiten. Es ist mit Allah unvereinbar, dass ER SICH irgendeinen Sohn nehme. Gepriesen sei ER! Wenn ER eine Angelegenheit beschlossen hat, spricht ER nun aber zu ihr: „Sei!“ und sie ist.

(Koran, Sure 19, Verse 34-35)

 Und sie sagen: „Der Allerbarmer hat SICH einen Sohn genommen.“ Ihr habt gewiss schon eine grässliche Sache gebracht. Fast zerbrechen davon gewiss die Himmel und spaltet sich die Erde und fallen die Berge zusammenkrachend nieder, dass sie für den Allerbarmer einen Sohn propagieren. Und es ist für den Allerbarmer nicht angemessen, dass er einen Sohn nehme. Niemand, wer in den Himmeln und auf Erden ist, kommt zum Allerbarmer anders als ein anbetender Diener.

(Koran, Sure 19, Verse 88-93)

Und sie sagen: „Der Allerbarmer hat SICH einen Sohn genommen.“ Gepriesen sei ER! Sie sind vielmehr geehrte anbetend Dienende. Sie kommen IHM in der Rede nicht zuvor und sie handeln SEINEM Geheiß entsprechend. ER weiß, was vor ihnen liegt und was hinter ihnen. Und sie legen nur für denjenigen Fürsprache ein, an dem ER Wohlgefallen hat. Und sie sind aus Furcht vor IHM sich Sorgende. Und wer von ihnen sagt: „Fürwahr, ich bin eine Gottheit an Stelle SEINER.“, so vergelten WIR ihm jenes mit der Hölle. Auf diese Weise vergelten wir es den Ungerechten.

(Koran, Sure 21, Verse 26-29)

 Allah hat sich keinerlei Sohn genommen. Und es gibt keinerlei Gottheit mit IHM; sonst wäre gewiss jede Gottheit mit dem weggegangen, was sie erschaffen hat, und sicher hätte sich einer von ihnen über andere erhoben. Gepriesen sei Allah ob dem, was sie schildern!  Der Wissende um das Verborgene und das Offene, hoch erhaben ist ER über das, was sie beigesellen.

(Koran, Sure 23, Verse 91-92)

 DER, DESSEN die Herrschaft der Himmel und der Erde ist und DER SICH keinen Sohn nahm und DER keinen Teilhaber an der Herrschaft hat; und ER erschuf jedes Ding und ER teilte ihm sein vorherbestimmtes Maß zu.“

(Koran, Sure 25, Vers 2)

 Fürwahr, es gehört doch wahrhaftig zu ihrem Lügentrug, dass sie gewiss sagen: „Allah hat gezeugt.“ Und fürwahr, sie sind gewiss Lügende.

(Koran, Sure 37, Verse 151-152)

 

Hätte Allah SICH einen Sohn nehmen wollen, hätte ER unter dem, was ER erschafft, ausgewählt – was ER will. Gepriesen sei ER! ER ist Allah, der Eine, der allmächtige Bezwinger.

(Koran, Sure 39, Vers 4)

 Sprich: „Wenn der Allerbarmer einen Sohn hätte, wäre ich der Erste der anbetend Dienenden.“ Gepriesen sei der Herr der Himmel und der Erde und der Herr des Thrones ob dem, was sie schildern!

(Koran, Sure 43, Verse 81-82)

Und dass ER – erhaben ist die gewaltige Herrlichkeit unseres Herrn! – gewiss keine Gattin genommen hat und keinen Sohn.

(Koran, Sure 72, Vers 3)

Sprich: „ER, Allah ist der Eine, Allah ist der ewige Herr, ER zeugt nicht, und ER wurde nicht gezeugt.

(Koran, Sure 112, Verse 1- 3)

 Und zur Bekräftigung des Vergleichs zwischen der Erschaffung Jesu ohne Vater und der Erschaffung Adams ohne Vater oder Mutter zitieren wir die folgende Verse:

 Und diejenige, die ihre Scham keusch hielt – da hauchten WIR in sie von UNSERM Geist ein und machten sie und ihren Sohn zu einem Zeichen für die Welten.

(Koran, Sure 21, Vers 91)

 Als dein Herr zu den Engeln sprach: „Fürwahr, ICH bin der Erschaffer eines Menschen aus Lehm. Und wenn ICH ihn geformt und in ihn von MEINEM Geist eingehaucht habe, dann fallt euch vor ihm niederwerfend nieder!“

(Koran, Sure 38, Verse 71-72)

 Fürwahr, Jesus ist bei Allah zu vergleichen mit Adam. ER erschuf ihn aus Staub. Dann sprach ER zu ihm: „Sei!“ und er war.

(Koran, Sure 3, Vers 59)